multiinzidente* huellen
die frage nach gebaeuden als knotenpunkte in netzwerken

*mit ereignissen angereichert. gebaeudestrukturen werden nicht mehr nur in raeumlichen dichten gemessen, sondern auch in geschwindigkei-ten, zeitraeumen und kommunikationsfrequenzen. die bisherige linia-ritaet im "gewohnten" wird durch die erweiterte raumverfuegbarkeit, die damit gekoppelte transformation von zeit und das potential an indi-vidueller aufmerksamkeit, aufgebrochen. das agieren im telematischen aktionsraum stellt uns vor die notwendigkeit, herkoemmliche staedte-bauliche grundwerte und entwurfsparameter wie dichte, orientierung, belichtung, erschliessung, etc. neu zu definieren und um den faktor "kommunikation" zu erweitern. die ueberwindung von realoertlicher distanz wird sich angesichts der telematischen verfuegbarkeit von raum staerker differenzieren, das heisst soziale kontakte koennen in frequenzfelder verschiedenster anwesenheitszustaende eingebettet sein. somit werden gebaeude zu knotenpunkten in netzwerken von daseinszustaenden. hohe telematische und physische aufenthaltsperi-oden erzeugen dichte im kommunikativen wie im raeumlichen sinne. aehnlich den strukturen in mittelalterlichen gebaeudekomplexen, in denen verschiedenste raeumliche dichten und informationsspitzen ku-mulierten, bezeichnen die nachfolgenden beispiele raeumliche gebilde, welche durch kommunikationsinhalte, informationshaeufigkeiten und nutzungskanons zu multiinzidenten* huellen werden. jede verfuegbar-machung von raum basiert auf individuellen vernetzungsmechanismen, welche z.b. in form von szenarischen leitbildern, funktionsdiagrammen oder schaltplaenen erfassbar sind. abstrahierte codes, bestimmt durch geschwindigkeit, ereignisse und raeume, werden durch speziell ent-wickelte analoge versuchsformen zu raeumlich fassbaren zonengrup-pen.

 

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