wohnhaus versus kunsthaus
die frage nach der virtuellen raumerweiterung (3)

wohnhaus versus wohnraum. .E.A.K.H.E.M.M.R.I.C.H. beschreibt ihr projekt "interspace©artspace" als eine dezentral organisierte ausstellung, die auf ein durch die wechselwirkungen zwischen stofflichem realraum und virtuellem aktionsraum stark bestimmtes umfeld reagiert. was in der bildenden kunst durchaus schon rea-litaetsansprueche stellt wurde 1997 von der arbeitsgemeinschaft TSCHOM@SPLITTERWERK.E.A.K.H.E.M.M.R.I.C.H.DOCKNER anhand der mu-seumsarchitektur im wettbewerbsprojekt "kunstraum graz" im rahmen des internationalen gutachterverfahrens "kunsthaus graz" praesentiert. implikationen der telematischen kommunikation auf den wohnbau be-einflussen die architektur des wettbewerbsbeitrages "europan 96" fuer graz von SPLITTERWERK und das bereits 1996 entstandene wohnbau-projekt fuer salzburg von doris dockner und mark blaschitz. sind bei "europan 96" noch raster und wandkategorisierungen entwurfsbestim-mend, so wird das projekt in salzburg durch das reagieren mit freien for-men auf frequenz- und informationsdichte, das aufheben von innen und aussen, das gestalten und gestalten lassen von informierten oberflaechen gepraegt. die frage wo fenster, wo tuer und wo mauer wird mit hilfe der schaltbaren wand - die sowohl 0 als auch 1 kann - beantwortet. die frage nach den schnitten (ob vertikal oder hori-zontal), die frage nach der fassade und nach dem rhythmus wird nicht gestellt - digital informierte, schaltbare waende sind gleichzeitig raumabschluss und raumverbindung (ersetzen wand und tuer), sind gleichzeitig natuerliche oder kuenstliche belichtung (ersetzen fenster und leuchte) und sie bilden die oberflaeche des gesamten gebaeudes - durchsichtig, durchscheinend, verspiegelt, durch tv, pc oder internet informiert, bunt oder einfaerbig - more is different wuerde Kevin Kelly dazu sagen.

 

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