wohnhaus versus kunsthaus
die frage nach der virtuellen raumerweiterung (1)

die wechselwirkungen zwischen stofflichem realraum und virtuellem aktionsraum bestimmen einen neuen lebensraum des menschen.
interspace. um für den analogen und digitalen zwischenraum entsprechungsformen im raeumlichen bestand zu finden, werden bil-derzeugende telematische medien verwendet. netzwerksysteme, wie das weltumspannende computernetz "world wide web" werden zu lichtschnellen kommunikationsmedien, welche digitale datenstroeme im realraum verfuegbar machen. bildschirme und projektoren erzeugen fenster im dataspace, sie beeinflussen und steuern mit zunehmender praesenz unser dasein - und definieren somit neuen lebensraum. der interspace als zwischenraum, als schnittstelle der verschiedenen wel-ten. um netzwerksysteme wie z.b. das world wide web im realraum optisch verfuegbar machen zu koenen werden bilderzeugende telema-tische medien verwendet: bildschirme und projektionen erzeugen fen-ster in den dataspace.
guggenheim & co. was salzburg auf grund von entscheidungs-schwaeche und geldmangel nicht zu wege brachte - mit einem mitt-lerweile zum mythos verdammten museum von hans hollein - guggen-heim & co in die stadt zu bringen, kann in graz jetzt verwirklicht werden.
kunsthaus versus kunstraum graz. jedoch ist es nicht die provinzielle kopie eines genialen bauwerks im berg, sondern die laengst ueberfael-lige umsetzung der idee, einen kunstraum nicht nur als analoge schnittstelle zwischen haeusern und oeffentlichem (real)raum zu ge-stalten, sondern gleichzeitig auch den mittlerweile schon dicht besie-delten virtuellen raum verfuegbar zu machen - der kunstraum als digi-tale schnittstelle zur welt.

 

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