interspace
die frage nach den zwischenraeumen

der herkoemmliche gebrauch des realraumes wird ueberlagert vom gebrauch eines elektronisch generierten, multisensorischen eindrucks von raum. es entstehen schnittstellen als zwischenraeume, die nicht nur eine stelle oder eine flaeche, sondern als ganzes den physikali-schen und intellektuellen interaktionsraum zwischen mensch und elek-tronischer technik bezeichnen.
durch ueberlagerung von realer und virtueller welt werden raum und gegenstand als synthetisch projizierte gebilde zu einer neuen wirklich-keitssphaere, zum interspace©, eine 3-dimensionale peripherie, ein aus- und eingabeort. wirklichkeiten, die sich bereits taeglich ereignen, im fernsehen, am telefon und am pc. erkenntnistheoretisch haben die-se wirklichkeiten schon lange den einzug in die philosophie gefunden, architektonisch wurden sie bis auf wenige ausnahmen jedoch ignoriert. diese neuen wirklichkeitssphaeren umgeben uns im grunde bereits seit der erfindung des telefons und des radios.
durch die telematisierung des alltags und die veraenderungen in der baulichen umwelt verfluechtigt sich der unterschied von aussenraum und innenraum.
wenn, wie le courbusier schrieb, architektur das grossartige schauspiel von raum und licht ist, muessten nicht die zur verfuegung stehenden neuen wirklichkeiten in diesem schauspiel als darsteller platz finden?

 

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