synchronologie
die frage nach der erforschung neuer lebens- und aktionsraeume

wir haben heutzutage instrumente der synchronologie, mit denen alle raeume gleichzeitig praesent sind, raeume, die nach kant eine trans-zendentale identitaet haben, das heisst, raeume sind ein nichts, sobald wir die bedingungen der moeglichkeit aller erfahrungen weglassen und raeume sind mithin die reine apriorische anschauungsform unseres aeusseren sinnes.
architektur und staedtebau werden zu disziplinen, die mit diesen rah-menbedingungen zu arbeiten haben, bedingungen, die also nicht nur einer veraenderung von raeumen, sondern einer veraenderung der ver-fuegbarkeit von raeumen beduerfen.
der uebergang von der handhabung zur steuerung von verfuegbarkeit von raeumen bedeutet die aufloesung der unmittelbaren entfernung zu den dingen.
geht man davon aus, dass raum als realraum eine begrenzte ressource ist, dass der postindustrielle mobilisierungsprozess seine grenzen be-reits ueberschritten und das beduerfnis des menschen nach mobilitaet - das heisst auch imaginierte abwechslung und neugierde - eher stei-gen als sinken wird, stehen wir vor der notwendigkeit neue erlebnisfel-der der lebensraumerfahrung zu erschliessen.
diese sind in der neuen digitalen welt im begriff zu entstehen, sie taucht aus einer technologisch theoretischen machbarkeit in eine im-mer realer scheinende wirklichkeit. bildschirme loesen nicht mehr nur fenster, sondern auch den klassischen tuerbegriff ab. wirklichkeit wird durch beobachtbarkeit ersetzt.

 

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