stilmittel interview
direkte fragen und antworten als thesen: fiktion oder realitaet (9)

jackobson: wenn so wer sich irgendwie international etablieren will, ist er staendig unterwegs - von einer ausstellung zur anderen, von termin zu termin, von hotelzimmer zu hotelzimmer. schauen sie, warum soll der sich eine wohnung zulegen. wohl nur aus gruenden, die nicht mit wohnen zusammenhaengen. prestige, wandflaechen fuer die eigene kunstsammlung, spass an architektur, zu werbezwecken, als traditi-onsrelikt. ich habe mir mein penthouse in tokio von isoshimi maki ent-werfen lassen. ein ausgezeichneter designer sag ich ihnen, aber mit der medientauglichkeit dieses suendteuren wohnferraris ist es nicht weit her. im fernseher spiegelt sich halb tokio, wenns absichtlich ge-schehen wuerde waers ja poetisch - dann haett ich halt noch ein ge-raet an einem fernsehtauglichen platz vorgesehen, so aber ist es nur laestig. das telefonproblem stellt sich fuer mich nicht, zwei handis loesen das von selbst, oder auch nicht, weil entweder beulen sie mei-ne anzuege aus oder ich finde sie nicht auf.

 

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