stilmittel interview
direkte fragen und antworten als thesen: fiktion oder realitaet (6)

parker: man muss sich vorstellen, welche komplexen zusammenhaenge zwischen lebensform, idealvorstellungen der gesellschaft, rollenbild der frau, rollenbild des mannes und der gebauten architektur bestehen!-eine architek-tur, in der es moeglich sein sollte, die beziehungs-, und generellen ideale reibungslos zu leben. schwer vorstellbar, wie sich einzelne menschen, die das system durschauen, ausklinken koennten?
nun ganz konkret zu meiner person und zu meinem haushalt in la: ich halte mich gerne in meinem haushalt auf, nun aber ernsthaft; meine wohnung ist sehr funktionell, sehr gut durchdacht, alles hat seinen platz - ich liebe diese klarheit. meine kueche ist vom platzbedarf her minimiert, und doch noch zu grosszuegig, denn ich benuetze sie kaum. ich leiste mir den luxus und esse auswaerts, wenn ich es genau ueberlege, eigentlich ausschliesslich. stanjonik: wo befindet sich der hauptsitz ihrer culture consultants fir-ma?
parker: wir haben keinen hauptsitz unserer firma, wir haben auch kein ge-meinsames buero. wir sparen uns all die investitionen von miete, kopierer, telefonanlage usw., denn das buero stuende ohnehin die meiste zeit leer.
nur schade, dass es erst wenige orte gibt, die infrastrukturen fuer bueroar-beit anbieten. von einem projekt habe ich gehoert, in venice, in la, dort hat frank o.gehry ein ehemaliges lagerhaus zu einem temporaeren buerokom-plex umgebaut. seine aufgabe war es eine uebergangsloesung fuer 4000 m2 bueroflaeche zu bieten. in der richtung sollte es mehr projekte geben, ich stelle mir vor, es koennten buerolandschaften sein, die dienstleistungen an-bieten und sehr wohnlich sind. ich wuerde mit laptop und meinem mobiltele-fon reisen und alles andere waere vor ort zu finden (internetanschluss, pro-gramme, ...usw.) davon traeume ich.

 

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