stilmittel interview
direkte fragen und antworten als thesen: fiktion oder realitaet (4)

parker: wenn ich nun ganz spontan nachdenke - ich kann nicht sagen ob ich im augenblick freizeit habe oder arbeite. fuer mich als freiberuf-lerin, und ich spreche hier sicherlich auch fuer meine partner von ajp, verschraenkt sich freizeit und arbeit so eng miteinander, dass es nach herkoemmlichen gesichtspunkten nicht eindeutig trennbar ist. vielleicht ist das in unserer berufssparte besonders spuerbar. wenn ich fuer mich spreche, karriere im traditionellen sinne und geld ist fuer mich absolut zweitrangig, in erster linie empfinde ich meinen beruf als moeglichkeit mich in vielerlei hinsicht zu bilden. diese moeglichkeiten der vielfaeltigen erfahrungen bietet mir vor allem das system des pro-jektorientierten arbeitens in interdisziplinaeren teams, die wir ajp's fuer unsere aufgaben immer wieder mit experten bilden. wobei es mir dabei vorallem darauf ankommt, dass keine hierarchischen strukturen vor-herrschen, sondern statt dessen kollegiale mitbestimmung und ge-meinsame verantwortung im vordergrund steht. das klingt vielleicht etwas naiv, nicht gerade effizient und zeitsparend; jedoch, es ist fuer mich der einzig moegliche arbeitsstil.
stanjonik: sie sind diejenige der gruppe ajp, die am haeufigsten auf reisen ist. fuehren sie einen eigenen haushalt? wie organisieren sie ihr leben diesbezueglich?
ich moechte eine beobachtung zur diskussion stellen, auch wenn das beispiel vielleicht laecherlich erscheinen mag, naemlich den zusam-menhang von taeglicher hausarbeit in verbindung mit taeglichem koer-pertraining: die arbeiten im haushalt koennen leichter und schneller erledigt werden, waehrend man seinen koerper mit aerobicbeats auf vorderfrau(mann) bringt. alles kann gleichzeitig ablaufen. man ist einer von vielen >housmakers<. wie stehen sie dazu?

 

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