stilmittel interview
direkte fragen und antworten als thesen: fiktion oder realitaet (2)

albert: freizeit, den begriff finde ich so abgegriffen; ich wuerde meine zeit lieber mit intensivere und weniger intensive zeit beschreiben. ich habe beobachtet, dass ich verschiedene geschwindigkeiten fuer jewei-lige aufgaben und taetigkeiten und untaetigkeiten bestimme und da-nach richten sich dann auch die qualitaeten der zeit und der befindlich-keit. natuerlich muss ich mich, wenn ich im team arbeite, auf die ge-schwindigkeit der kollegen einstellen, aber ich behalte mir immer ein quantum eigene zeit vor. das ist mein begriff von privatheit.
stanjonik: sie leben in paris, frau albert, sie sind teil des ajp teams, wie beeinflusst der ort paris ihre arbeit?
albert: wie meinen sie das genau, meinen sie wie beeinflusst paris mein leben?
stanjonik: ja, so koennte man es auch formulieren.
albert: ich liebe diese stadt , ich koennte mir ein leben an einem ande-ren ort nur schwer vorstellen, trotz der schlechten auftragslage fuer uns. ich muss sagen wir haben in paris keinen einzigen auftrag, bei vernissagen erfahre ich, dass es kollegen aehnlich ergeht.
natuerlich hat die stadt mit ihren eigenarten und mein freundeskreis grossen einfluss auf meine arbeit. das milieu rund um mich ist mir sehr wichtig, lange zeit dachte ich darueber ganz anders, aber jetzt kristalli-siert sich das heraus. aber genauso wichtig ist mir das fenster oder sagen wir lieber die tuere nach draussen, dank meiner kommunikation mit internet, bildtelefon und usw... ich brauche die informationen zum ueberleben. vielleicht schildere ich das etwas zu drastisch, aber ich meine, ich koennte nicht arbeiten und leben ohne informations-und kommunikationssysteme.

 

home   next   previous   18