stilmittel interview
direkte fragen und antworten als thesen: fiktion oder realitaet (1)

interview von stefan stanjonik mit "albert jackobson parker culture consultants" ueber phaenomene der entörtlichung (jacqueline albert, stole jackobson und alice parker sind partner der "ajp culture consultans")
stanjonik: sind nicht die kategorien zwischen arbeit und freizeit sowie arbeitszeit und freizeit im wandel begriffen? wie stehen sie dazu?
albert: diese kategorisierungen halte ich prinzipiell fuer hoechst zweifelhaft, diese frage entspricht der typisch europaeischen denkweise aus dem 19. jahrhundert. dieses dialektische denken! die schwarz-weiss malerei! muss arbeit denn als das gegenteil von freizeit gesehen werden?
ich habe malerei studiert, leidenschaftlich habe ich mich gequaelt um schritt fuer schritt geheimnisse der form und farbe zu durchleuchten, ich habe hart an mir gearbeitet um gesetzmaessigkeiten zu erforschen, die fuer mich gelten. die unsicherheit waehrend der arbeit war beinahe unertraeglich. und trotzdem hatte und habe ich auch heute, keine an-dere wahl als mich meiner kreativitaet zu stellen, ich muss andere we-ge suchen denn es gibt keine gueltige tradition mehr auf die man sich verlassen kann, ich kann meine arbeit nicht mehr auf die ueberlieferten werte aufbauen.
nach der postmoderne folgt nun mal nicht die postpostmoderne.
aber jetzt bin ich etwas vom thema abgekommen, sie meinten sicher mit ihrer frage wie sich die arbeit mit leben und wohnen vertraegt.

 

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