technische kulturrevolution
die frage nach dynamischen loesungsvorschlaegen

nach wie vor versuchen architekten, angehalten von politikern, beho-erden, vertretern der wirtschaft und bewohnern, die sich stetig veraendernden und differierenden zielvorstellungen zum thema wohn-bau mit traditionellen architektonischen mitteln umzusetzen. im aus-klingenden 20. jahrhundert besteht angesichts der technischen kultur-revolution und einer zunehmenden globalisierung ein wachsender be-darf an prozessorientierten dynamischen loesungsvorschlaegen fuer zunehmend komplexer werdende, sich im stetigen wandel befindliche problemstellungen in staedtebau und wohnbau. dem zufolge sind tradi-tionell formulierte fragestellungen als ueberholt zu betrachten. statisch-eindimensionale und linear konstruierte fragestellungen praejudizieren ebensolche unzeitgemaesse, nicht funktionierende loesungsversuche. in einer zeit in der masterplan und starre leitbilder als ueberholt gelten, ist es dringend notwendig, dynamische problemstellungen zu entwik-keln - das heisst, dass zeitgemaesse fragestellungen selbst einem pro-zess unterliegen muessen und ihrerseits auf veraenderungen zu reagie-ren haben. solche prozessorientierten fragestellungen fordern vorweg die entwicklung eines erhoehten problembewusstseins. diese sensibi-litaet kann nur und ausschliesslich selbstaendig erarbeitet werden und diese sensibilitaet ist auch voraussetzung um die verantwortung des architekten gegenueber der sich veraendernden gesellschaft adaequat erfuellen zu koennen. architekten haben in zukunft zu lernen, tenden-zielle veraenderungen innerhalb eines status quo selbst zu erkennen, ihre position wieder zu finden und daraus eigenverantwortlich die fuer die gesellschaft relevanten fragen abzuleiten - im erdenken der projekte nicht als utopische manifeste sondern als prozessorientierte frage-antworten-komplexe.

 

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