Inhabitantial Design
Design of new forms of human life best for our old global environment.
Übungen aus Wohnbau am Institut für Städtebau an der Technischen Universität Graz



Ausstellung
vom 29.8. bis 12.9.2003


im MUWA - Museum der Wahrnehmung
Friedrichgasse 41, 8010 Graz
täglich außer Dienstag
von 14:00 bis 18:30 Uhr


Finissage:
Freitag, 12. September 2003, 20:00 Uhr


Projekte:
Vladimir Danilovic, Barbara Gartner, Philipp Kapun, Kirstin Karmus, Andre Kostrouch, Elke Krätschmer, Christoph Lehner, Anne Martischnig, Andreas Mooslechner, Stefan Nachbaur, Peter Pichler, Petra Reiter, Peter Scheifinger, Jürgen Ulrych, Andrea Überbacher, Martin Zettel
Idee, Konzept und Leitung:
Mark Blaschitz, Wolfgang Reinisch



Bewohnerbau ersetzt Wohnbau

Studierende der Architekturfakultät in Graz gestalten neue menschliche Lebensformen für unsere alte Umwelt. Anstelle der Suche nach dem Einfluss und den Auswirkungen der neuen Medien auf benutzerspezifische Veränderungen von Funktion und Form zeitgemäßer Architekturen im Wohnbau, bzw. deren durch CAD stark veränderten Planungsabläufen und Darstellungsmethoden, wird der Benutzer Mensch selbst - quasi mit den Mitteln der Genmanipulation - verändert.


"Nach der industriellen und der digitalen Revolution - von der Dampfmaschine über die Atombombe bis zum Internet - wird nun die biologische Revolution ausgerufen. Und so gilt Life Science, der Begriff, unter dem man die modernen Gen- und Biotechnologien zusammenfasst, nicht zu unrecht als sicherer Anwärter auf das Attribut, 'die' Schlüsseltechnologie der kommenden Dekaden zu werden. Molekularbiologen und Gentechnik-Ingenieure haben, ausgestattet mit den infotechnischen Werkzeugen des Computerzeitalters, Tore aufgestoßen, deren Schwellen vielfach Grenzen und Tabus unserer Kultur markieren, auf deren Überschreitung sich aber zunehmend die Erwartungen und Hoffnungen auf die weitere Prosperität unserer Zivilisation orientieren. Außer Zweifel steht das gesellschaftspolitische und auch kulturelle Potential. Ist doch abzusehen, dass sich über die wissenschaftliche Beschäftigung hinaus auch alle ökonomischen und industriellen Anstrengungen in dem Ausmaß, in dem wir bisher damit beschäftigt waren, unsere materielle Um- und Außenwelt zu meistern, zu bearbeiten und zu bewirtschaften, nun auf das Leben selbst, auf seine konstituierenden Grundlagen, konzentrieren werden. Die Vorstellung auch menschliches Leben über die morphologische Ebene des Körpers hinaus zu formen und in seinen Anlagen und Talenten konstruieren zu können, erzwingt neue Perspektiven auf dessen Grenzen, auf seine soziale und metaphysische Konstitution."

Gerfried Stocker in Life Science, Ars Electronica 1999

besuchen Sie auch Göttlich Wohnen - Wohnen für Gott (Übung 2000)

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